Er war DAS TV-Sternchen: Luke Mockridge, der lustige Comedian mit kanadischen Wurzeln. Bis seine Ex-Freundin schwere Vorwürfe gegen den Entertainer erhebt, und ihn des sexuellen Missbrauchs bezichtigt! Doch was ist dran an den Vorwürfen?
Die genauen Hintergründe zu den Anschuldigungen gegen Mockridge lesen Sie mit BUNTE.de!
Worum geht es eigentlich?
Konkret geht es bei den Anschuldigungen, die aktuell gegen Luke Mockridge im Raum stehen, um sexuellen Missbrauch. Demnach soll er gegenüber einer seiner Ex-Freundinnen aufdringlich aufgetreten sein, soll unter anderem zum Sex überredet haben, wenn SIE es gar nicht mochte.
Doch um wen handelt es sich eigentlich? Es geht um Ines Anioli, die besagte Ex von TV-Star Luke Mockridge. Erstmals tat sie ihre "Erfahrungen mit toxischen Beziehungen" in ihrem Podcast "Besser als Sex" auf Spotify kund, jedoch ohne einen Namen zu nennen. Schnell verbreitete sich das Audio in den sozialen Medien und schon bald mutmaßten die ersten User ihre Annahme, dass es sich um den 32-jährigen Komiker handeln könnte. Damit konfrontierten einige auch Ines Anioli, die aber nichts weiter sagte als: „Ihr wisst schon wer gemeint ist“ - und so nahm das Drama um Mockridge seinen Lauf.
Er wurde im Internet wüst beschimpft, allen voran von Frauenrechtsaktivistinnen und Feministinnen. Eine dieser Frauen brachte den Hashtag 'KonsequenzenfuerLuke' in die Twitter-Trends, wodurch die Vorwürfe immer bekannter wurden - und auch Medien und den Comedy-Star selbst erreichten. Dieser wollte sich damals nicht zu der „versuchten Vergewaltigung“ äußern und schaltete lediglich seine Rechtsanwälte ein.
Das wiederum verstanden seine Gegner als eine Kampagne, mit welcher er seine Ex-Freundin auf "stumm" stellen wolle. Nachdem auch Tage später noch keine öffentliche Stellungnahme des Komikers folgte, wandten sich zahlreiche Unterstützer seiner Ex an Mockridges Heimatsender Sat.1, woraufhin auch dieser jegliche Vorwürfe gegen sein TV-Sternchen zurückwies.
Danach verstummten die Vorwürfe für längere Zeit und gingen in den zahlreichen anderen Schlagzeilen der letzten Monate unter.
"Spiegel" bringt Diskussion erneut ins Rollen
Mit dem Titel „Die Akte Luke Mockridge“ erschien am 24. September ein Artikel des Spiegels, der ein düsteres Bild von dem Komiker zeichnete. Laut Aussagen der Autorinnen habe man den 32-Jährigen nach einem Statement gefragt, doch es wurde abgelehnt. Schon im Vorfeld habe sein Anwalt ein Schreiben geschickt, dass man in der Angelegenheit nicht berichten dürfe, schon gar nicht „zulasten“ seines Mandanten. Weiter schreibt der Spiegel, dass Mockridge selbst in Gesprächen mit „Branchenkollegen“ auch eigene Fehler zugab. „Aber, soll er gesagt haben, sollte es jemals heißen, er habe sie vergewaltigt – dann stimme das nicht“, schreiben die Autorinnen. Inwiefern Mockridge seiner Ex-Freundin Anioli solche Aussagen aufgrund der toxischen Beziehung einfach zutraute, ohne dass wirklich etwas passiert war, oder ob er sich damit im Vorfeld absichern wollte, ist nicht bekannt.
Besonders schwer wiegt jedoch ein vermeintlicher Chat-Verlauf zwischen Mockridge und seiner Freundin Anioli am Tag nach der vermeintlich versuchten Vergewaltigung, den der Spiegel ausfindig gemacht haben will. Er lautet:
Anioli: „Ich hab richtig Auatsch am Rücken“
Mockridge: „Damit könnte ich zu tun haben.“
Anioli: „Du bist ziemlich durchgedreht gestern.“
Mockridge: „Ja, ich hatte zu viel Energie und zu viel Stress im Kopf das sucht sich dann seinen Weg.“
Anioli: „Du musst nächstes Mal bitte mehr aufpassen oder wenn ich nein oder Honig schreie auch aufhören.“
Mockridge: „Du warst so aus.“
Mockridge streitet das ab. Er selbst sagte dazu in den entsprechenden Gerichtsverhandlungen, dass er sofort aufgehört habe, als er merkte, „dass sie völlig passiv blieb und nicht reagierte“.
Geht es nach den Recherchen des Spiegels, soll dieser Vorfall jedoch nicht einmalig gewesen sein. Bereits in der Vergangenheit wäre der Komiker ab und zu über die Stränge geschlagen – weitere Frauen hätten sich gemeldet und berichteten von ähnlichen Vergehen Mockridges. Da sie aus Angst aber oft nach dem ersten Kontakt mit dem Spiegel „nicht mehr reden wollten“, müssten diese Vorwürfe erst noch weiter geprüft werden.
Erneut meldete sich Mockridge am 24. September über die sozialen Medien zu Wort – dieses Mal per kurzem Statement in Textform. „Aufgrund der aktuellen Berichterstattung zu meiner Person werde ich meine Auszeit auf unbestimmte Zeit verlängern. Ich brauche Zeit, Ruhe und Abstand, um zu verstehen, zu lernen und zu heilen. Aus diesem Grund kann und werde ich die für das kommende Jahr bereits angekündigten Sat.1-Shows nicht moderieren. Ich danke euch für euren Support. Danke, dass ihr auch in dieser schwierigen Zeit zu mir steht.“, schreibt er.
Auch wenn der Komiker selbst inzwischen sehr still geworden ist, herrschen immer noch rege Diskussionen um seine Person. Die nächsten Monate und vielleicht sogar Jahre werden zeigen müssen, ob die eine oder andere Partei noch Gerechtigkeit erfahren wird.
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